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Tipps für eine langjährige Beziehung
Niemand verstand es besser als Loriot, das menschliche Beziehungsleben auf den Punkt zu bringen und uns liebevoll den Spiegel vorzuhalten. Was in eingefahrenen Beziehungen zum Alltag gehört und einen manchmal dazu bringt, Mordgedanken zu hegen, ist häufig integraler Bestandteil einer dennoch funktionierenden Beziehung...
Die Suche nach dem Partner, der absolut keine Marotten hat, braucht man gar nicht erst zu beginnen, da wir alle irgendwann wunderlich werden. Während die einen darauf bestehen, jeden Tag ein exakt viereinhalb Minuten gekochtes Ei zum Frühstück zu bekommen, sperren sich andere regelmäßig aus der Wohnung aus und treiben ihre Familie in den Wahnsinn, indem sie immer wieder anrufen und fragen, ob man sie in ihre Wohnung lassen, vom Balkon befreien oder mit dem Auto irgendwo hinfahren kann – sie hätten schon wieder den Schlüssel verlegt.

Hier eine kleine Liste mit Marotten (die Sie selbstverständlich gern komplettieren dürfen) und Techniken, wie man seinen Partner unter Garantie wahnsinnig macht:
- Vergesslichkeit: Lassen Sie regelmäßig Ihre Schlüssel im Bus liegen und terrorisieren Sie Ihren Partner mit Anrufen, damit er Ihnen die Tür aufschließt. Er wird hocherfreut sein...
- Übertriebene Sparsamkeit: Kaufen Sie lieber 1000 Gläser Senf statt einem, weil dann der Stückpreis sinkt. Wenn Ihr Partner sich darüber nicht begeistert zeigt, verweisen Sie auf Herrn Lose aus Papa ante Portas und auf das ganze Geld, das Sie gespart haben.
- Fahrlässigkeit: Lassen Sie stets die Zahnpastatube offen liegen. Krümeln Sie die Arbeitsflächen in der Küche voll und lassen Sie alles so liegen. Waschen Sie die Kochtöpfe ab und lassen Sie die Deckel schmutzig am Herd liegen. Eines Tages ist es soweit und Ihr Partner stellt endlich eine Putzfrau ein.
- Übertriebene Exaktheit: Machen Sie ein Fass auf, wenn Ihr Frühstücksei eine Minute zu lange gekocht hat. Spätestens beim dritten Mal wird ihr Partner, wie in Loriots Sketch, „Mordgelüste“ hegen.
Diese Aufzählung könnte man noch ewig so fortführen, denn die Liste der menschlichen Verfehlungen ist lang.
Wenn Sie von den Eigenschaften Ihres Partners genervt sind, müssen Sie sich einfach Folgendes vergegenwärtigen: auch der andere Part der Beziehung muss Ihre Marotten ertragen und liebt Sie trotzdem. Denn selbst wenn man sich an bestimmten Tagen fürchterlich über den anderen ärgert, so ist es dennoch besser, den Irrsinn des Alltags zu zweit oder als Familie zu meistern, als sich komplett allein durchschlagen zu müssen. Viele, die nämlich keine Beziehung führen, wünschen sich eben solche Szenen, die von Vertrautheit und Geborgenheit zeugen.
Die Kommunikation in einer Beziehung muss stimmen
Männer und Frauen kommunizieren unterschiedlich. Während Frauen gern ein wenig um das eigentliche Thema herumreden und es ausschmücken, neigen Männer eher dazu, direkt zu sagen, was sie möchten – oder auch Probleme zunächst einmal gar nicht anzusprechen. Dieser Problematik muss man sich in einer Beziehung bewusst sein und versuchen, gut zu kommunizieren – egal, ob man zusammen wohnt oder in einer Fernbeziehung lebt.
Sonst kommt es wie in Loriots berühmtem Sketch, dass man vollkommen aneinander vorbeiredet. Selbst wenn man bei der Partnersuche darauf achtet, dass der potenzielle Partner Verständnis hat, kommt es im Alltag immer wieder zu Missverständnissen und Problemen, unter denen die Beziehungen zu leiden haben.
Wenn Sie also eine Partnerin suchen, sollten Sie von Vornherein wissen, dass gewisse Streitigkeiten und Marotten zu einer Beziehung dazugehören und man selbst mit der Traumfrau nicht davor gefeit ist. Im Übrigen kann man noch gar nicht absehen, wie der mit 30 Jahren kennengelernte Partner mit 60 Jahren sein wird – selbst wenn man von einer professionellen Partnervermittlung vermittelt wird. In langjährigen Beziehungen ist es häufig so, dass sich die Macken langsam in den Alltag einschleichen, ohne dass man es wirklich merkt. Daher ist es wichtig, stets an seiner Beziehung zu arbeiten und dem anderen genügend Platz in unserem Leben einzuräumen. Denn nur mit einer funktionierenden Kommunikation und genügend Respekt kann eine Verbindung dem Zahn der Zeit standhalten.
